TSV Bayer 04 (NBBL) vs. Science City Jena - Kopf-an-Kopf-Rennen in Jena

NBBL gewinnt wichtiges Spiel im Osten der Bundesrepublik.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Jena

Wer ein entspanntes Spiel bei der NBBL-Begegnung Science City Jena gegen TSV Bayer 04 Leverkusen erwartet hatte, lag gänzlich daneben! An Spannung war dieses Spiel kaum noch zu übertreffen, stand der Ausgang doch wirklich erst ein Wimpernschlag nach dem Schlusspfiff fest! 80:83 für die NBBL aus Leverkusen!

Doch zunächst sah es ganz und gar nicht gut für die Gäste von der Dhünn aus, hatte man den Start doch etwas verschlafen und die ersten zwei Viertel Jena überlassen! So gingen die Juniors der BAYER GIANTS mit einem 7-Punkte-Rückstand in die Halbzeit (1.Viertel 16:12/2. Viertel 41:34)

Was auch immer die beiden BAYER Coaches Schneider und Brüwer in der Halbzeitpause ihrer Mannschaft gesagt hatten, zeigte Wirkung: mit einem fulminanten 3. Viertel brachten sich die Farbenstädter wieder zurück ins Spiel und übernahmen mit einem 5-Punkte Vorsprung die Führung (3. Viertel 54:59)

Die letzten Sekunden des Spiels wurde dann noch einmal ein Krimi vom Feinsten: 10 Sekunden vor Schluss steht es 79:82 für die Leverkusener! Foul von Leverkusen beim Drei-Punkte-Wurf-Versuch Jenas. Jena verwandelt einen Freiwurf zum 80:82. Der Ball liegt bei der NBBL des TSV Bayer 04 Leverkusen. Noch 3,4 Sekunden! Foul von Jena, Leverkusen verwandelt den ersten, aber der Rebound des zweiten Freiwurfs landet in den Händen Jenas, die mit der Hoffnung auf Verlängerung vor der Mittellinie abdrücken! Während der Ball noch in der Luft ist, erklingt die Schlusssirene! Aber alle schauen gebannt auf den Leverkusener-Korb. Ein Atemzug später bricht bei den GIGANTEN von der Dhünn Jubel aus.

Auch wenn das letzte Viertel wieder an die Gastgeber ging, reichte den Farbenstädter ein sensationelles 3. Viertel, um als Sieger nach Hause zu fahren!

Jacques Schneider zum Spiel: „Uns war vollkommen klar, dass wir in Jena ein sehr schweres Auswärtsspiel haben würden! Die Tabellensituation spiegelt die Qualität von Jena nicht wider. Jena hatte Verletzungsprobleme, in den letzten Wochen zwei sehr, sehr schwere Auswärtsspiele, hatte ein Spiel ja eigentlich gewonnen und dann gegen ALBA Berlin verloren. Das heißt, vom Potential und von dem Spielermaterial, was Jena hat, gehören sie eigentlich zu den Top-Mannschaften in dieser Division. Und dementsprechend ausgeglichen und schwer war dann auch das Auswärtsspiel.

Nach viereinhalb Stunden Fahrt kann ich dem Team nicht vorwerfen, dass es ein bisschen holprig ins erste Viertel gestartet ist, offensive nur 12 Punkte erzielt und daher dann auch zur Halbzeit ein Rückstand gehabt hatte. Aber da muss ich der Mannschaft einfach ein riesen Kompliment machen: aus der Kabine gekommen, einen 11:0 run hingelegt um erst mal zu zeigen, was die Qualität der Mannschaft ist! Damit in Führung zu gehen und dann auch die Führung immer weiter aufrecht zu erhalten. Sie haben immer wieder eine Lösung und Antwort auf Jena gefunden und dann am Ende in den entscheidenden Situationen einfach kühlen Kopf bewahrt, die richtigen Entscheidungen getroffen, abgezockt gespielt und dementsprechend auch verdient gewonnen.

Wir haben wieder fünf Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute. Hervorragend natürlich Henk Droste mit vier 3ern, insgesamt 23 Punkten, zusätzlich noch 6 Rebounds und 2 Assists! Absolut der beste Spieler in diesem Spiel und auch in der Crunch-Time. Aber auch die großen Spieler von uns, Jan Thiemann, Felix Marcus und Marcel Kirsch haben sehr stark gespielt. Felix Marcus mit seinem ersten Double/Double! Wir haben die Rebounds dominiert und daher auch das Spiel am Brett gewonnen und für uns entscheiden können. Wir stehen jetzt in einer sehr guten Position, um nach Hamburg zum nächsten schweren Auswärtsspiel zu reisen und wollen dort natürlich den zweiten Platz behaupten und wieder eine Siegesserie starten!“

Für Leverkusen spielten auf: H. Droste (23/6), E. Ildan (12), M. Kirsch (10/8), F.Marcus (10/11), J. Thiemann (10/5), L. Urspruch (6), J. Ebach (6), F. Schmitz (3), A. Thiam, (2), D. Dujmovic (1), A. Ramic, A. Mbaye

Text: Di. Schm. 
Foto: Frank Fankhauser