TSV Bayer 04 ll vs. Hertener Löwen - Zweite feiert dritten Sieg in Folge

Bayer ll hat die Playoffs 2020 in der 1. Regionalliga West fest im Visier.

Zweite feiert dritten Sieg in Folge

Die Herren ll des TSV Bayer 04 Leverkusen hat in der 1. Regionalliga West 2019/20 erstmalig drei Spiele in Serie gewonnen. Headcoach Jacques Schneider und seine Schützlinge bezwangen in der Ostermann-Arena die Hertener Löwen mit 87:83 (43:30). Damit hat die „Zwote“ einen wichtigen Schritt in Richtung „Playoffs“ machen können.

Die rund 80 Zuschauer in der Rundsporthalle bekamen eine aufgeweckte Leverkusener Mannschaft zusehen, die von Beginn an das Spielgeschehen bestimmte. Der TSV erspielte sich nicht nur eine Führung, sondern baute diese Zähler um Zähler kontinuierlich aus. Das Trainergespann Schneider / Schick / Janicot hatte die Mannschaft perfekt auf den Gegner aus dem Ruhrgebiet eingestellt und so war das 27:13 nach zehn gespielten Minuten mehr als verdient. Auch im Anschluss gab BAYER den Takt an. Die Löwen fanden kein Mittel gegen die gut arbeitende Verteidigung der Hausherren und haderte mit der eigenen Wurfquote. Die Zweitvertretung dagegen spielte weiter engagiert auf, die Halbzeitführung von 43:30 aus Sicht der Gastgeber war mehr als verdient.

Doch es wurde in Halbzeit Zwei zunächst noch besser! Die „Zwote“ erzielte starke 27 Punkte und ließ nur 14 zu. Gasttrainer Cedric Hüsken verzweifelte, denn seine Mannschaft spielte nicht das, was sie eigentlich kann. In den letzten Wochen hat sich Herten als unangenehmer Gegner präsentiert, an der Bismarckstraße waren sie ein Schatten ihrer Selbst. Als die Sirene zum Viertelende ertönte und die Zuschauer in der Halle ein 70:44 zu Gunsten der GIANTS ll sahen, schien es so, als sei die Partie entschieden…Denkste!
Mit der Wut der Verzweiflung kam Herten zurück aufs Parkett und lieferte ein Offensiv-Feuerwerk ab. BAYER schien völlig von der Rolle, während bei den Löwen so ziemlich alles durch die Reuse flog: Ein schwieriger Dreier hier, ein wichtiger Korbleger dort – bei der Auswärtsmannschaft passte plötzlich alles. Rund zwei Minuten vor dem Ende der Begegnung verkürzten die Gäste gar auf vier Zähler, die Partie schien zu kippen, doch Leverkusen behielt die Nerven und punktete in wichtigen Momenten, die den Löwen extrem wehtaten. Am Ende lag sich die Mannschaft der Zweiten in den Armen und feierte einen 87:83-Erfolg. Damit springt unser Team auf den achten Tabellenplatz, welcher zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt.

Topscorer des TSV war Lennard Winter, der mit starken 21 Punkten, 5 Rebounds und 4 Assists zu überzeugen wusste. Dzemal Selimovic markierte mit 11 Zählern und 14 Rebounds ein „Double-Double“, während Jacob Engelhardt ebenfalls 11 Punkte erzielen konnte.

BAYER-Trainer Jacques Schneider fiel nach dem Spiel ein Stein vom Herzen: „Ich bin sehr stolz, wie wir in den ersten 30 Minuten der Begegnung aufgetreten sind. Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir Trainer von ihnen verlangt haben. Sie haben uneigennützig gespielt und den Ball gut durch die eigenen Reihen bewegt. Genau das möchten wir von den Spielern sehen.“ Das vierte Viertel war auch für den A-Lizenz-Coach etwas Besonderes: „Ich glaube so einen Einbruch habe ich noch nicht erlebt. Herten kam zurück und hat uns das Leben ziemlich schwergemacht. Am Ende haben wir uns für die vorherigen drei Viertel belohnen können und verdient gewonnen.“

Aufgrund der Niederlage im Hinspiel (19 Punkte Differenz) und dem Heimsieg bei einer Differenz von vier Zählern, hat BAYER den direkten Vergleich gegen Herten nicht gewonnen. Dennoch haben die Rheinländer alles in eigener Hand. In der kommenden Woche reisen Thomas Fankhauser, Michel Vollberg & Co. zu den Citybasket Recklinghausen. Tipp-Off in der Vestische Arena Alfons Schütt ist am Samstag, 7. März, um 18 Uhr.

Scoring TSV Bayer 04 ll: Lennard Winter (21 Punkte), Dzemal Selimovic (11), Jacob Engelhardt (11), Michel Vollberg (9), Thomas Fankhauser (8), Götz Twiehoff (8), Samuel Ireland (5), Lennard Schild (5), Sören Queck (4), Benjamin Nick (3), Mak Krvavac (2) und Justin Gnad.

Text: Christopher Kwiotek (Pressesprecher)
Foto: Frank Fankhauser